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blaupausen
ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern, wann ich begonnen habe an »a.p.« zu arbeiten. es war eine idee, eine gute idee und weil meine texte bisher schnisplig-fragmentarisch vorlagen und ich mich an einem großen ganzen versuchen wollte (und wohl noch immer auch muss), beschloss ich sie auszuarbeiten, koste es, was es wolle. das ist nun bald zwei jahre her. die handlung und die konstruktion steht soweit fest, wie sie mich beim schreiben nicht zu sehr unter druck setzt und es noch platz für spontan beschlossene entwicklungen gibt, ohne mein gesamtes konzept umzuwerfen. geblieben ist davon nicht viel: ich dümple bei kapitel 4 herum und da ich einen zweiten erzählstrang eingefügt habe, um das projekt zu beleben, wird der fortgang noch ein wenig dauern. der plan war eigentlich »a.p.« 2010 zu beenden; ich habe mir keine neue deadline gesetzt.
das hauptproblem des stillstandes ist sicher der mangel an zeit, weiterhin am alleinsein, das unbedingt notwendig ist, wenn ich schreiben will. andererseits ist es aber auch ein problem der sprache und des zustandes: ich habe das gefühl ich hätte eine grenze überschritten, die mir die fertigstellung oder allein schon das weiterschreiben verbaut, da ich mich mittlerweile in einer ganz anderen situation und in einem ganz anderem zustand befinde und daher auch eine ganz andere sprache verwende. und diese ist nicht das richtige werkzeug für »a.p.«, so als würde man mit einem hammer auf schrauben schlagen.
selbstverständlich ist das nur eine unausgegorene theorie, denn schreiben muss auch situationsunabhängig möglich sein, genauso das finden einer anderen sprache oder die anpassung an eine solche. deshalb bin ich mir eigentlich sicher, dass der dritte faktor die mangelnde disziplin ist. letztendlich ist schreiben für mich nämlich arbeit, anstrengende arbeit, ich muss um jedes wort kämpfen, es niederringen und mich selbst diesem zwang zu schreiben aussetzen, vor dem ich eigentlich so gerne weglaufen würde. und das immer wieder, immer wieder vor den text und ihn umpflügen, bis er mich besiegt – denn der text muss der sieger sein, nicht der leser.
die maßnahme wird eine oder mehrere fixierte wöchentliche zeiten zum schreiben sein, die nicht anders genutzt werden dürfen. vielleicht schaffe ich es dann auch mal an den stücken weiterzuarbeiten: theaterstück 1 kam über exposé und szene 1 nie hinaus, theaterstück 2 entstand in der letzten woche und ist bisher nur idee geblieben.
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